Montag, 28. Juli 2014

Lime Crime Lipstick Glamour 101

Hmmmmm... Lime Crime bereitet mir immer ein wenig Bauchweh.

Ich muss jetzt dazu schreiben, dass ich den Glamour 101 und den Chinchilla bestellt habe, bevor ich auf die ganze dramatische Story gestoßen bin. Sonst hätte ich vielleicht schweren Herzens verzichtet. Vielleicht auch nicht, ich weiß es echt nicht.

Die Farben sind die Wucht in Tüten, aber... kurzer, sehr kurzer Abriss, in augenschonendem Pink markiert, damit Ihr ihn bei Bedarf oder wenn Euch wirklich nur das Produkt an sich interessiert, überspringen könnt:
Ich berichte aus zweiter und teils dritter Hand, da ich nicht bei Lime Crime selbst, sondern beim Amazonhändler Rude Cosmetics gekauft habe - ich kann Euch also nichts aus eigener Erfahrung mit Kundenservice, etc. erzählen. Ich habe allerdings auch nicht nach diesen Kritiken gegoogelt, sondern hatte Suchergebnisse beim Googlen nach Lime Crime. Also: Lime Crimes Begründerin Xenia scheint mit Kritik nicht gut umgehen zu können (die Geschichte mit dem Kleid überspringen wir einfach; Ihr könnt es googlen, wenn Ihr wollt), LC-Paletten ähnelten auffällig denen von Sugarpill (pikantes Detail: beide Labelinhaberinnen waren früher befreundet) und Promobilder sind mehr oder weniger offensichtlich gephotoshoppt. 
Photoshop in Kosmetikwerbebildern sind jetzt nichts Ungewöhnliches (Mascara, die Wimpern wie Handfeger macht *kicher*), und bevor ich einen Lippenstift dieser Preisklasse kaufe, suche ich nach Swatchfotos.
Was ich allerdings als absolutes No go empfinde ist, dass mehreren Bloggern mit kritischen Reviews mit Klagen gedroht wurde - keiner dieser Blogger ist mir als sonderlich boshaft oder überkritisch aufgefallen.
Wenn mir ein Produkt nicht gefällt oder ich es für austauschbar halte, möchte ich das auch schreiben können. 
Und der Lippenstift hat eben - wie fast jedes Produkt - sein Stärken und Schwächen...

So. Ich versuche, mich nicht davon beeinflussen zu lassen, sondern das Produkt fair zu bewerten - so schlimm wirds auch gar nicht!

Kommen wir zur eigentlichen Review und zu den Swatches:
 Ich weiß nicht, ob ich die Verpackung total kitschig-knuffig oder kindisch-peinlich finden soll.
Insgesamt macht das beeinhornte lila Plastikröhrchen einen recht soliden Eindruck. Ob Ihr die Verpackung gut, doof oder geht so findet, überlasse ich Euch.

Kitsch as kitsch can.




Glamour 101 ist ein klassisches Rot, nichts übermäßig Rares und mit Sicherheit gibts dazu auch preiswerte Dupes.
Lime Crime hat damit nicht das Rad neu erfunden, schon klar, aber mir gefällt die Farbe ausgezeichnet.

Schönes, klassisches Rot.

Der Duft...leicht vanillig, aber die Fette und Wachse riechen durch. Nicht penetrant oder übelerregend, und mich störts nicht (mich stört eher penetranter Vanillemief), ich wollts aber erwähnt haben.

Der Lippi ist laut Website übrigens vegan.

Was den Auftrag und das Tragegefühl angehen: klingt doof, aber der Lippenstift fühlt sich beim Auftrag trockener an als z. B. der schöne Erdbeerstinker
Ich finds nicht wirklich schlimm oder unangenehm, wer aber trockene oder fusslige Lippen hat, dürfte Schwierigkeiten haben, den Lippenstift schön und gleichmäßig aufzutragen.
Deckend mit einem Auftrag - jein. 
Die Konsistenz wird in anderen Reviews oft bemängelt. (Pastös, fest, etc.)
Ich finde sie jetzt nicht supergut, aber auch nicht übermäßig schlecht; ich besitze einen wunderschönen Lippenstift aus Dita Von Teeses Art Deco-Linie (Altbestand, der guten Gewissens aufgebraucht wird), der in der Hinsicht deutlich mieser ist und trotzdem von mir geliebt (und häufig getragen) wird.
Also wurde entweder die Formulierung verbessert oder ich bin da relativ schmerzfrei.
Austrocknend? Also, bei mir nicht wirklich. 
Pflegend? Das ist ein langhaltender Lippenstift, die sind alle nicht für ihre unglaubliche Pflegewirkung bekannt, und Lime Crime wirbt nicht damit. 

Cremefinish, klassisch und elegant.

Wie siehts mit der Haltbarkeit aus?
Gut. Hält einige Tassen Kaffee und ein Brötchen oder einen Burger aus.
Fettige Nudeln nicht, aber dabei hat sich auch schon 2-Phasen-Lippenstift bei mir verabschiedet.
Der Lippi hinterlässt einen deutlichen Stain, da überpigmentiert. Mich störts nicht, andere lieben es, wieder andere hassen Stain.

Minuspunkt: der Preis!
 Uaaahrgh!! Übel! 20 Ocken sind ne Menge Cash für ein paar Gramm Fett und Pigment...
Lippenswatch ohne Primer oder Konturenstift, ein Auftrag.









 
Wie denkt Ihr über das ethische Dilemma hier? Haltet Ihr den Preis für vertretbar? Wo liegen Eure Prioritäten bei Lippenstiften?