Donnerstag, 6. Oktober 2016

Unterschätzte Langhaarikonen, Folge 3: Hanka Kelter

Willkommen zu Folge 3!





Wieder begeben wir uns in die Sideshow - Prinzessinnen, Elfen und andere Märchenfiguren werden wir hier nicht finden, wohl aber die gebürtige Polin Henrietta "Hanka" Kelter.








Leider konnte ich weder ihren genauen Geburtsort noch ihren Geburtstag herausfinden; sie dürfte zu Beginn ihrer Karriere jedoch höchstens in den frühen Zwanzigern gewesen sein.










Hanka Kelter wollte ursprünglich Konzertpianistin werden, ließ sich jedoch als Sideshow-Blickfang von den Ringling Bros., einem der bekanntesten Zirkusse der USA, anwerben.






Dort trat die hübsche junge Frau, deren Haarlänge mit 1,50 m angeben wurde (Hanka selbst war nicht viel länger), in den 1940er Jahren unter dem Künstlernamen Venus auf.









Ringling bewarb sie als "die kleine Lady mit dem längsten, dicksten und schönstem Haar der Welt".








Während sie die Annehmlichkeiten des Showbusiness durchaus genoss, grämte sich Kelter, nur eine Attraktion zum Begaffen zu sein, während sie ihre Pianistenkarriere selbst durchaus ernst nahm und täglich stundenlang übte.










Etwas seltsam mutet ihr Aberglaube an, dass das lange Haar ihr Kraft und Gesundheit, ähnlich dem biblischen Samson, geben würde.










Interessant fand ich persönlich auch, dass sie ihr Haar angeblich nur viermal jährlich mit Hilfe ihrer Schwester wusch.